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Der Philosoph Henri Edelbauer gründete vor 15 Jahren in Wien die drei regelmäßigen Zyklen "Philowalk", "Philonight" sowie "Philobrunch". (Auch PhilOperetten hat er schon erfolgreich inszeniert.) Insgesamt rund 50 - oft sehr lebhafte - "Philobrunch"-Zusammenkünfte fanden im legendären "Böhle" (Wollzeile) statt und der Begriff wurde inzwischen von zahlreichen philosophischen Gruppen in Deutschland und Österreich übernommen. Nun zieht der Wiener Philobrunch in den Kunstraum um, und in der Galerie wurde das Konzept - Hubert Thurnhofer & Henri Edelbauer sind zwei Philosophen mit gemeinsamer beruflicher Vergangenheit – weitergedacht & ausgebaut. An drei Samstagen im September gibt es faszinierende Gespräche, für alle leidenschaftlich Denkenden, die aber keineswegs bierernst sein müssen. (Das Buffet bietet auch ausgezeichnete Weine, wie bei Platons "Symposium"!)

 

Eintritt inklusive Buffet je 10 Euro

 

Samstag, 7. September 11:00 bis 13:00 Uhr

PhiloBrunch

Helmo Pape: Grundeinkommen, Utopie für Realisten!

fuereinander.jetzt

 

Helmo Pape 500

Helmo Pape, geboren 1972, gelernter Tischler, studierte Hochbau, bevor er 1997 in die Finanzbranche wechselte. 2008 kollabiert die Finanzwelt fast und die Frage brennt: welche Gedankenmuster hindern selbst reichste Staaten für alle Menschen ein gutes Leben zu garantieren 2014 kündigte er seine Tätigkeit als Derivatehändler in Wien, um pflegender Angehöriger zu sein. Bis 2016 begleitet er seine Mutter aus dem Leben. Er gründet 2017 die Generation Grundeinkommen, um das bedingungslose Grundeinkommen einer landesweiten Diskussion zuzuführen. Helmo Pape versteht es die Vision in konkreten Bezug zur Realität zu setzen und mal Heckenschütze, mal Abrissbirne so alle Denkhindernisse auszuräumen.

 

Samstag, 14. September 11:00 bis 13:00 Uhr

PhiloBrunch

Hubert Thurnhofer: Ist jede Moral moralinsauer?

Können Revolutionen gut sein? Dürfen Künstler Tabus brechen?

 

bob Hubert Mai 500

 

Samstag, 21. September 11:00 bis 13:00 Uhr

PhiloBrunch

Henri Edelbauer: Ist Demokratie (noch) mehrheitsfähig?

 

Henri Edelbauer 500

Aristoteles sah in der „Demokratie“ eine Degeneration des freien Zusammenlebens. Tatsächlich war die „Volksherrschaft“ des Attischen Bundes ein Alptraum für die unterdrückten griechischen Insulaner. Auch die „Res Publica“ Roms darf uns kein Vorbild sein. In ihrem Namen schlug Cäsar tausenden Galliern, welche sich in Alesia ergeben hatten, beide Hände ab! Wir haben eine quantitative „Demokratie“. „Demos“ heißt Volk. Damit sind Volksfremde schon ausgegrenzt. In Zeiten wie diesen wird die „Demokratie“ immer unglaubwürdiger. Kein Wunder, dass die Wählerinnen sie abwählen wollen – in fast allen Staaten der EU. „Demokratisch“ legitimiert durch die Gewalt der größeren Zahl sind schon zahlreiche rassistische Oligarchien. Auch Kakanien droht die erdrückende Mehrheit! Geißelt mich nicht, wenn ich sage: „Im 19. Jhdt. – innerhalb der Monarchie - hatten es Minderheiten wie Juden oder Roma leichter, ihre Würde, Lebensfreude&Schaffenskraft auszuleben als heute!“ Der Philobrunch am 21. September 2019 dreht sich um eine einzige Problemachse: WIE KOMMEN WIR VON EINER QUANTITATIVEN – VULGO: DIKTATUR DER GRÖSSTEN ZAHL – ZU EINER QUALITATIVEN „DEMOKRATIE“? Und wie können wir sie ermöglichen...

 

Weitere Events im Kunstraum im September 2019

 

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