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Laut Monitoring zu ausgewählten wirtschaftlichen Eckdaten der Kultur- und Kreativwirtschaft 2013. BMWi (Hrsg.) 2014, gehören zum Kunstmarkt "vor allem die vielen bildenden Künstlerinnen und Künstler sowie die Inhaber von Galerien, der Kunsthandel und die Auktionshäuser und die Museumsshops. Der Kunstmarkt gehört zu den kleinsten Teilmärkten der Kultur- und Kreativwirtschaft."

 

Die Zahlen des BMWi für das Jahr 2013 auf einen Blick:
- Zahl der Unternehmen (Freiberufler und gewerbliche Unternehmer): 13.032 (davon 68,4 Prozent selbständige bildende Künstlerinnen und Künstler)
- Gesamtumsatz: 2,4 Milliarden Euro
- Exportquote (Anteil des durch Exporte erzielten Umsatzes am Gesamtumsatz des Kunstmarkts): 10,7 Prozent (2012)
- Anteil am Gesamtumsatz der Kultur- und Kreativwirtschaft: 1,5 Prozent
- Erwerbstätige (alle Selbständigen und sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ohne Minijobs): 18.668,
- davon 5.636 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
- Anteil der Kleinstunternehmen/Freiberufler (Umsatz unter 2 Millionen Euro): 99,0 Prozent (Anteil am Gesamtumsatz des Teilmarkts: 60,9 - Prozent) (2012)

 

Laut IFSE-Studie ist der deutsche Kunstmarkt gerade mal 450 Millionen Euro schwer, genauer gesagt leicht. Die Bundesregierung macht das Kraut auch nicht fett. Gerade mal 400.000 Euro ist das jährliche Ankaufsbudget. Auf kunstsammlung-bund.de ist zu erfahren: "Seit 1971 sammelt der Bund Kunst. In vier Jahrzehnten ist eine umfangreiche Sammlung von knapp 1600 Arbeiten entstanden. Sie dokumentiert das künstlerische Schaffen und damit die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst in der Bundesrepublik Deutschland. Initiiert wurde die Sammlung vom damaligen Bundeskanzler Willy Brandt. Er griff damit eine Idee des Vorsitzenden des Deutschen Künstlerbundes, Georg Meistermann, auf. Nachdem die Sammlung zunächst unter der Obhut des Bundesinnenministers stand, wird sie heute von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien verwaltet. ... "

 

Kielnhofer Waechter DE

 

(Bild: (c) Manfred Kielnhofer, Wächter der Zeit in Berlin)

 

KOMMENTAR: Während die IFSE-Studie 2013 die Zahl deutscher Galerien mit "Gewinnerwartungsabsicht" auf 700 schätzt, kommt die Statistik des BMWi auf 4.118 gewerbliche Unternehmer im Kunstmarkt und 8.914 bildende KünstlerInnen. Wenn wir zwei Drittel des genannten Gesamtumsatzes von 2,4 Mrd. Euro, also 1,6 Mrd Euro für ein Drittel der gewerblichen Unternehmen rechnen und ein Drittel des Umsatzes für die verbliebenen zwei Drittel der KünstlerInnen, so wären die durchschnittlichen Umsätze dieser beiden Berufsgruppen geradezu traumhaft:

1,6 Mrd Euro : 4.118 Unternehmen = 388.538 Euro Umsatz pro Unternehmen

800 Mio : 8.914 KünstlerInnen = 89.746 Euro Umsatz pro KünstlerIn

 

Ich halte die Angaben des BMWi - diplomoatisch formuliert - für optimistisch, sachlich formuliert: für realitätsfern.

 

 

 

 

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