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3. Jänner 2012 - In der heutigen Ausgabe von „Der Standard“ kritisiert der Ausstellungskurator, Kunst- und Medientheoretiker Peter Weibel die „Job-Politik nach der Lenin-Doktrin“ und schießt dabei mit Kanonen auf den SPÖ-Partei-Spatzen Niko Pelinka, der ohne Ausschreibung den Kofferträger vom ORF-Wrabetz machen sollte. Die Inkompetenz von Niko steht außer Zweifel und ich selbst wurde schon Zeuge davon, als dieser noch den Pressefuzzi für die Unterrichtsministerin Claudia Schmied gab.

 

Dass Weibel nun, da Niko ins Büro von Wrabetz einziehen soll, die Lenin-Doktrin bemüht, ist allerdings eine Polemik wider besseres Wissen: „Österreichische Politik, ob links oder rechts, hat sich schon immer an Lenins Doktrin gehalten: Der Parteiapparat soll den Staatsapparat maximal durchdringen.“ Der Altlinke Weibel beleidigt damit Lenin, der sicher nie auf die Idee gekommen wäre, Schlüsselpositionen mit absoluten Nieten zu besetzen. Und der Multifunktionär Weibel, der in Österreich noch keinen Beirat, keine Jury und keinen Kuratorenposten ausgelassen hat, demaskiert damit seine eigene Karriere.

 

Denn, lieber Herr Weibel, nur eine Frage: welchen Ihrer zahlreichen Jobs in Österreich haben oder hatten Sie inne, nachdem Sie eine Ausschreibung gewonnen haben?

 

Als teilnehmender Beobachter werde ich den Verdacht nicht los, dass Ihre Beschreibung des Status-quo auf eigenen Erfahrungen basiert: "Seit Jahren muss der österreichische Staatsbürger zur Kenntnis nehmen, dass Ausschreibungen von Positionen in öffentlichen Einrichtungen und staatsnahen Betrieben nur mehr zum Schein gemacht werden. Ob ORF-Positionen, Feuerwehrstationen, Krankenhäuser, Universitäten, Museen - die Chefposten werden politisch besetzt und vorab ausgemacht. Meistens erhalten Kandidaten, die an der Ausschreibung nicht teilgenommen haben, den Posten."

Hubert Thurnhofer

 

10. 1. 2012 Lieber Herr Thurnhofer,

ich denke, es ist sicherlich keine Frage der Berechtigung, wenn jemand wie Sie sich über den Artikel von P.W. ärgert und dies auch ausdrückt. Da ich selbst ein Freund von P.W. seit vielen Jahrzehnten bin und ihn sicherlich auch oft kritisiert habe, muss ich Ihnen schon ein paar Dinge mitteilen:

Freilich hat sich P.W. in die Neue Galerie in Graz als "Chefkurator" mit allen Ellenbogen hineingedrängt. (Jetzt ist er ja draußen!). Auch wenn Oberhuber ihm dabei geholfen hat: ohne einen Dreiervorschlag, der bestätigt werden muss, wird man nicht Professor an einer Österr. Universität, wie sie die "Angewandte" seit langem ist. Auch der Posten eines Direktors des ZKM in Karlsruhe wurde mit Sicherheit ausgeschrieben, und da ist die Landesregierung von Baden-Württemberg zuständig.

P.W. war nie ein "Altlinker", er hat zu rot und schwarz immer ziemlich gleichmäßig genetzwerkt, wenn Sie geschrieben hätten "Alt-Avangardist" dann hätte es gestimmt.

Mit freundlichen Grüßen, Hermann J. Hendrich 

 

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