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23.1.2016 - Der Artikel „Kunst als Währung“ hat auf facebook Wellen geschlagen. Geteilt von der Galeristin Christine Sandpeck meldeten sich zahlreiche Kunstfreunde und Kunstraumfreunde.

Christine Sandpeck - AB SOFORT gibt’s im Kunstraum NIX MEHR KOSTENLOS!
- Ein Glas Wein bei einer Vernissage kostet ab sofort eine freiwillige Spende von 2 Euro.
- Ein Brötchen bei einer Vernissage kostet ab sofort eine freiwillige Spende von 2 Euro.
- Ein Gespräch mit dem Galeristen gibt’s nur noch nach dem Kauf und der Lektüre des Buches „Die Kunstmarkt-Formel“.
DANKE, lieber Herr Hubert Thurnhofer, dass auch Sie der "Gratiskultur" ade sagen!
Mit Augenzwinkern sollte ich mir jetzt überlegen, zu welchem Thema ich ein Buch schreibe oder schreiben lasse!

Hubert Thurnhofer Liebe Christiane Sandpeck, einen Vorschlag für ein wichtiges Buch hätte ich: KNIGGE FÜR GALERIEBESUCHER

Do Laura Heneis - Buch schreiben - also ich kann dazu Barbara Huber empfehlen wenn du hilfe benötigst.

 

Nice People Only


Kurt Waldhütter -  also bei uns passen die freiwilligen Spenden immer, liegt ja auch am wellfeeling...
Christiane Sandpeck - Ja, mache ich auch. Wir sagen schon bei der Begrüßungsrede, was es gibt und dass Essen und Trinken gegen Spende in den bereitgestellten Sektkübel zu haben ist. Ich bediene, sobald es "klingelt" geht das Glas bzw der Teller zum Gast und ich bedanke mich für die Spende.
Bei Vernissagen gibt es zur Begrüßung für jeden Gast schon vor dem Eingang, ein Glas Sekt, als Willkommenstrunk.
Es hat sich in den 3 Jahren gut eingespielt!


Gudrun Brueckl-Reiter - Ich finde ja sowieso, dass Essen bei der Betrachtung von Kunst eher störend ist. Ein Glaserl Wein, Sekt oder Wasser und ein bisschen Knabbergebäck reicht völlig. Allerdings glaube ich nicht, dass eine derartige Umfrage fiktive Angaben bei den Ausgaben herausfordert "..... denn wer grundsätzlich gern was kaufen würde, aber aus finanziellen Gründen nicht kann, der würde sicher in so einer Umfrage seinem Wunschdenken Ausdruck verleihen und mindestens 1.000-5.000 Euro ankreuzen....." (Zitat Thurnhofer) - also ich wäre da meinen finanziellen Möglichkeiten entsprechend ehrlich. Und eigentlich finde ich 60 Prozent mit 1000 - 5000 € pro Jahr durchaus annehmbar in einer Zeit des angesagten Sparens. UND: irgendwann sind die Räume einfach voll ....... es lebt leider nicht jeder Kunstliebhaber in einem Palast oder verfügt über ein Depot ....... „wink“-Emoticon

Hubert Thurnhofer - Ein Unternehmen, umso mehr ein solidarisches Unternehmen wie der Kunstraum - nebenbei bemerkt das einzige rein privat finanzierte internationale Kunst- und Kulturzentrum Wiens - besteht aus Geben UND Nehmen und kann auf Dauer nicht als Einbahnstraße existieren.


Karl Rieder - Lieber Herr Thurnhofer, jetzt hab ich es schon zu oft gelesen "... das einzige rein privat finanzierte ... " um nicht nun doch einmal reagieren zu müssen ... die ATELIERgalerie3A, die natürlich mit der Zentrumslage und der Größe des Kunstraums bei weitem nicht mithalten kann, ist seit nun über 25 Jahren (!) ebenfalls rein privat finanziert ... mit lieben Grüßen!
Hubert Thurnhofer - Verzeihung für "das einzige"!
Hubert Thurnhofer - Da ich aber in 20 Jahren Kulturarbeit mehr geleistet habe als dutzende hochbezahlte Kulturbürokraten in Stadt und Land zusammengenommen, der Kunstraum aber keinen einzigen Cent öffentlicher Förderungen bekommen hat, hab ich einen gewissen Nachholbedarf, darauf hinzuweisen.


Joe Leitner >>> Ich denke, ein paar Gläschen in Ehren wird auch der Herr Magister Hubert Thurnhofer nach wie vor besonders erkannten und bekannten Kunstinteressierten nicht verwehren. Aber gleich ganze Flaschen gratis für irrgendwelche dahergelaufenen Kulturflaschen, - für nix und wieder nix, - da würde ich auch VOLL & GANZ diese derartig abweisen, ignorieren oder zur Spendenkasse bitten, usw. !!! ***gg***

 

Hannelore Brandstetter - Ich finde es völlig korrekt um Spenden zu bitten

 

Ingeborg Knaipp - Ich hab schon das letztemal gespendet/bezahlt, aber ein Buch möchte ich nicht kaufen müssen, um mit der Galeristin sprechen zu dürfen. Das macht aber nichts, ich finde gewiß andere Gesprächspartner. Ich bin nämlich nicht auf den Mund gefallen. „glasses“-Emoticon
Christiane Sandpeck - Keine Angst, die Welt braucht kein Papierwerk von C.S.!
Hubert Thurnhofer @Ingeborg Knaipp ja, ja, "nicht auf den Mund gefallen", überall mitreden, aber sich vorher informieren, vielleicht sogar ein Buch kaufen und lesen, wo kommen wir da hin?


Kurt Waldhütter - also bei uns darf man weiterhin essen und trinken...„wink“-Emoticon
Christiane Sandpeck - Als begeisterte Köchin gibt es bei Vernissagen und fast allen Kulturveranstaltungen ein feines Buffet, mit Qualitätsprodukten vom Radatz, Felber und dem Gemüsehändler meines Vertrauens am Meiselmarkt . Der Wein kommt von ausgewählten Winzern. Der Kaffee von der Rösterei "Alt Wien" aus der Schleifmühlgasse. Denn wir biete unseren Gästen das an, was wir selber essen und trinken...
Ich will die "Gratiskultur" auch deswegen nicht, weil so manche Gäste die Lebensmittel ohne Wertschätzung in sich reinschaufeln und dem Künstler, der Künstlerin wenig Beachtung schenken!!!
Außerdem, wer daheim ein Bier trinken will, muss zuerst auch dieses im Supermarkt kaufen, heim tragen und aus dem Kühlschrank nehmen.
Kurt Waldhütter - also bei uns passen die freiwilligen Spenden immer, liegt ja auch am wellfeeling...
Christiane Sandpeck - Ja, mache ich auch. Wir sagen schon bei der Begrüßungsrede, was es gibt und dass Essen und Trinken gegen Spende in den bereitgestellten Sektkübel zu haben ist. Ich bediene, sobald es "klingelt" geht das Glas bzw der Teller zum Gast und ich bedanke mich für die Spende.
Bei Vernissagen gibt es zur Begrüßung für jeden Gast schon vor dem Eingang, ein Glas Sekt, als Willkommenstrunk.
Es hat sich in den 3 Jahren gut eingespielt!


Lisa Gruener - Geh, beim Hubert Thurnhofer Kost der Wein auch nur Wasser
Hubert Thurnhofer - Kann mir dieses Statement jemand übersetzen?
Lisa Gruener - Hubert Thurnhofer ich glaub da hat mir die Autokorrektur ein Ei gelegt. Ich weiss aber nimmer was ich schreiben wollt ...


Ursula Pfeiffer - Ich finde es auch furchtbar, wie sich gewisse Vernissagenbesucher, die von einem gewissen Kunstverteiler kommen, benehmen. Gott sei Dank finden "meine" Veranstaltungen üblicherweise dort statt, wo Getränke ohnehin etwas kosten und zum Essen gibt es meistens nichts. Und wenn, hüte ich mich davor, das auf die Einladung zu schreiben.
Christiane Sandpeck - Die waren nur 1x bei uns und sind gleich wieder abgezogen ...
Es kommen aber auch BesucherInnen, vom "gewissen Kunstverteiler" die gezielt Werke kaufen. Unterschätzen würde ich den Kunstverteiler als eines von vielen Marketinginstrumenten nicht!

 

Schlussbemerkungen des Galeristen:

Wer meint, 2 Euro spenden zu müssen widerspreche dem Prinzip der Freiwilligkeit, dem erkläre ich hier die Logik der Freiwilligkeit: Wer nicht FREIWILLIG spendet, der bekommt ZWANGSWEISE nix!

Bitte zu respektieren, dass der Galerist Antialkoholiker ist. Das heißt nicht, dass er nix mehr trinkt, sondern dass er keine Alkoholiker mehr in der Galerie sehen will.

 

Fortesetzung der Diskussion...

auf facebook am 25./26. Januar 2016, nachdem Ursula Pfeiffer eine Mail von A.K. veröffentlicht hat. A.K. alleine hat in den vergangen Jahren mindestens fünf Kisten Wein bei Vernissagen des Kunstraums geleert. Der Kunstraum-Knigge schlägt Wellen!

Siehe auch: Alte Meister - Neue Meister.

 

 

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